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Leuven: Leidenschaft trifft Wissenschaft

Das traurigste Gewächs Flanderns steht vermutlich in Leuven: Im Innenhof des Atrechtkollegs (Naamsestraat 63) steht ein Japanischer Pagodenbaum aus dem 18. Jahrhundert, der „Baum des großen Leids“ genannt wird. Unter ihm nahmen zahllose Mädchen Abschied von ihrem Schatz, der abends wieder auf seiner Studierstube sein musste. Längst sind die strengen Vorschriften von damals gelockert und natürlich studieren mittlerweile auch Frauen in der ältesten Universität Flanderns, die zugleich älteste katholische Universität der Welt ist.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt kann man der reichen Tradition des Wissens nachspüren. Eine spezielle Tour mit dem Namen „WissensSchritte“ führt an 23 Stationen vorbei, die sich dem Thema „Leidenschaft“ widmen. Übersichtstafel und Ausgangspunkte finden sich in der Naamsestraat und auf dem Martelarenplein. So wird aus einem Spaziergang längs der Attraktionen der Stadt ein philosophischer und kurzweiliger Parcours, der den Wissensdurst stillt. Die leiblichen Bedürfnisse kann man an der „längsten Theke Europas“ stillen: hungrig und durstig muss bei 45 Gastronomiebetrieben allein am Alten Markt wahrlich keiner nach Hause gehen.

Wer sich auch beim Schlafen in alte Zeiten zurückversetzt fühlen will, dem sei eine Übernachtung in Martin’s Klooster anempfohlen. Das ehemalige Augustiner-Konvent pflegt eine lange Tradition der Gastfreundschaft: Es diente einst als Herberge für Pilger auf dem Weg nach Compostela, heutzutage beherbergt es Gäste mit gehobeneren Ansprüchen in edlem 4-Sterne-Ambiente.

 

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Martin’s Klooster
Predikherenstraat 22
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