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Mord in Leuven
Die Lokal-Heilige Leuvens wird meist in der Horizontalen und von Wasser umspült dargestellt, so auch als Denkmal Tiensestraat, Ecke Muntstraat.
Margarete von Leuven, auch genannt „Fiere Margriet“, war ein einfaches Mädchen und wollte ins Kloster eintreten. Am Vorabend jedoch wurde sie vergewaltigt, getötet und hinter der Stadt in die Dijle geworfen.
Die Überlegung der Mörder: der Leichnam würde stadtauswärts getrieben und die Tat auf diese Weise nicht ruchbar. Schon damals ohne CSI wusste man: keine Leiche, kein Beweis, keine Täterüberführung. Doch das Wunder geschah: Die Dijle änderte ihre Strömung, Margriets Leichnam wurde – von einem himmlischen Lichte umstrahlt – in die Stadt zurück getrieben.
An ihrem Grab geschahen noch viele Wunder und auf Bitten der Leuvener wurde sie 1905 schließlich selig gesprochen. Ihre Überreste liegen in der Kirche St. Peter, ihr Ehrentag ist der 2. September. Nicht nur ihr neugotischer Reliquienschrein macht einen Besuch der Kirche lohnenswert. Altarbilder, Gemälde und Heiligenfiguren vermitteln einen Eindruck vom Reichtum der Universitätsstadt Leuven, die trotz aller Aufklärung stets fest im Glauben stand.
Im nach Margriet benannten Lokal kann man bei einem der 190 verschiedenen kühlen Biere den Staub der Geschichte herunterspülen. Und wer weiß, vielleicht hat der Kellner eben noch zur Seligen gebetet, ist sie doch die Schutzpatronin der Gastronomie-Angestellten.
St. Peter
Grote Markt
Mo 10 – 17h (nur März bis Oktober), Di-Fr 10-17h, Sa 10-16:30h, So 14-17h
Fiere Margriet
Margarethaplein 11

