
Weitere Beiträge:
- Oostende feiert seinen Hafen
- Kunstspuren in Gent
- Hände hoch in Antwerpen
- (Guter Ge-) S.M.A.K in Gent
- Jacob Jordaens in Brüssel entdecken
- Mord in Leuven
- Die Geschichte des Dufts
- Brügges schöne Steine
- Kitsch & Kunst in Gent
- Kleine Welten in Nieuwpoort
- Kirchen, Knochen, Kloster in Koksijde
- Leuven damals und heute
- Stilles Brügge
- Mozart in Brügge
- Per Lift in Brüssel zu Breughel
- Brügges geliebter Konzertsaal
- Kapitän Haddocks Stufe in Brüssel
- Vorhang auf in Mechelen
- Stadtrundfahrt mal anders in Gent
- Über den Himmel auf Erden
- Über das Comic-Museum in Brüssel
- Über Brügges Concertgebouw
- Walter Moens über Mechelen
- Übers Wasser laufen in Mechelen
- Lieblingshobby der Brügger
- Über das Museum STAM in Gent
- Auf Spuren des Königs in Oostende
- Architektonische Kleinode in Antwerpen
- Weißes Museum, schwarze Schafe in Leuven
- CSI Gent: Der Krimi um das „Lamm“
- ‘n Bierchen mit Magritte in Brüssel
- Leuven: Leidenschaft trifft Wissenschaft
- 538 Stufen in den Himmel von Mechelen
- Verrückt: Psychiatrie-Museum in Gent
- Ex-Kloster in Gent für die Kunst
- Vorwärts! Mehr als Mittelalter in Gent
- Zu Gast in Rubens Palazzo in Antwerpen
- Kunst + Hasselt = Z33
- Happy Birthday! 2000 Jahre Tongeren
CSI Gent: Der Krimi um das „Lamm“
Die wunderschönen Farben und Motive des Genter Altars, seine beeindruckende Ikonographie und seine Bedeutung für die Kunstgeschichte sind sicher allein schon ein Grund, die Stadt an der Mündung von Schelde und Leie zu besichtigen. Ein weiterer Grund aber ist die spannende Geschichte, die hinter dem Kirchenmöbel steckt, auch bekannt unter dem Titel „Anbetung des Lammes“. Dan Brown hätte es nicht besser erdenken können: Im Jahre 1934 wurden zwei Tafeln des „schönsten Gemäldes der Christenheit“ gestohlen. Während „Johannes der Täufer“ zurückgegeben wurde, wurde für die „Gerechten Richter“ ein Lösegeld gefordert. Da es nicht gezahlt wurde, ist es bis heute verschollen. Das in St. Bavo ausgestellte Bild ist eine Kopie und bis heute kursieren Verschwörungstheorien.
Wer sich einlesen und -hören und ein bisschen Agatha Christi oder CSI spielen möchte, sollte das Stadtmuseum STAM besuchen. In einem speziellen Raum sind Beweise und Vermutungen, Indizien und Anschuldigungen, Zeugenaussagen und Alibis in 14 Schubladen und an acht Audio-Stationen genauestens dokumentiert.
Auch amüsant ist eine Kopie von Adam und Eva aus dem 19. Jahrhundert, die an einer Säule hinten rechts im Mittelschiff von St. Bavo hängt. Während das mittelalterliche Original die beiden in paradiesischer Unschuld zeigt, gerade so von Feigenblättern verhüllt, so musste der Kopist unsere biblischen Ahneltern züchtig mit Fellen bekleiden.
Unweit der Kirche am Korenmarkt steht noch heute das Haus, das einst der Familie der Stifterin des Altars gehörte. Heute ist im Haus eine Brasserie untergebracht, die immer noch den Namen Borluut trägt. Hier gibt es typisch Genter Küche wie z.B. Waterzooi, eine mit Sahne gebundene Hühnersuppe, mit der man sich für weitere kulturelle Unternehmungen in Gent stärken kann.
St. Bavo
Sint-Baafsplein
Lamm Gottes-Altar 1.4.-31.10. Mo-Sa 9:30-17, So 13-17h
1.11.-31.3. Mo-Sa 10:30-16, So 13-16h
mehr Infos zum “Lamm”
STAM
Bijlokesite
Godshuizenlaan 2
Di-So 10-18h
Geschlossen Mo, 24., 25., 31.12. und 1.1.
weitere Infos
Brasserie Borluut
Korenmarkt 7

