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©Peter Schoemans

Antwerpen: Wo das Meer beginnt

Es klingt nach purer Romantik, wenn Lieve Pillen von ihrer Lieblingsspazierstrecke in Antwerpen berichtet. „Entlang der Promenade an der Schelde, vom Museum der Schönen Künste bis zum neuen Museum am Strom, dem MAS, ist Antwerpen am schönsten“, berichtet die gebürtige Flämin, die mittlerweile als Stadtführerin in Berlin arbeitet, aber regelmäßig nach Flandern fährt. „Man läuft entlang des breiten Flusses, kann sich hinsetzen und aufs Wasser gucken. Hier beginnt die Schelde, breit zu werden. Es sind schon noch einige Kilometer bis zur Nordsee, aber es fühlt sich an wie das Tor zum Meer.“

Der Legende nach entstand Antwerpen, als einem bösen Riesen die Hand abgehackt und in die Schelde geworfen wurde: aus „Hand werfen“ wurde Antwerpen und so sind “de handjes” allgegenwärtig. Es gibt sie als Souvenir aus Schokolade zum Mitnehmen und jetzt auch aus Aluminium am MAS. „Das ist eine schöne Symbolik: Bürger und Unternehmen der Stadt konnten Aluminiumhände sponsern, die die Fassade des Museums schmücken, und haben so den Bau mitfinanziert“, sagt Pillen. Das MAS erzählt von der Geschichte Antwerpens und seines Hafens und damit der Verbindung der Stadt mit dem Rest der Welt.

Durch den Neubau auf einer künstlichen Insel, inmitten der alten Docks, wo früher Schiffe beladen und gelöscht wurden, entwickelt sich die Nachbarschaft: „Das Museum nimmt die Gegend mit“, sagt Pillen, „in ehemaligen Lagerhäusern befinden sich jetzt trendy Cafés und Restaurants.“

 

Promenade an der Schelde
Spaziergang vom Museum aan de Stroom MAS
Hansestedenplaats 1
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Museum der Schönen Künste
Leopold de Waelplaats 2
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Lieve Pillen macht Führungen in Berlin und für ausgewählte Gruppen organisiert sie auf Anfrage Touren nach Flandern. Kontakt per Mail: lieve.pillen(at)t-online.de

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