Am 20. September 2009 eröffnete das neue Museum M in Leuven. M ist der Nachfolger des Städtischen Museums Vander Kelen-Mertens, das nun Teil eines größeren Museumskomplexes ist, der von dem berühmten belgischen Architekten Stéphane Beel entworfen wurde. Bestehende und neue Architektur ergänzen einander, ebenso wie alte und zeitgenössische Kunst im M einander ergänzen.
Das Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung von Gemälden aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie die zweitgrößte Sammlung Belgiens von Passions-Skulpturen. Der zweite Pfeiler der Sammlung des M ist die Sammlung der Kunst aus dem 19. Jahrhundert. Zu den Höhepunkten der permanenten Ausstellung gehören monumentale Gipsmodelle von Constantin Meunier sowie Zeichnungen von James Ensor und Eugène Laermans.
Der Flügelaltar "Die Anbetung des Lamm Gottes", welcher im Jahr 1432 von den Brüdern Hubert und Jan Van Eyck fertig gestellt wurde, ist ein Meisterwerk der Flämischen Malerei des 15. Jahrhunderts. Das zentrale Thema ist die Erlösung der Menschheit durch das Kreuzungsopfer von Christus. Die Darstellung gilt als visionär und beschränkt sich nicht darauf, einfach nur Geschichten zu erzählen.
Dieses einzigartige Meisterwerk hat eine mehr als bewegte Geschichte durchlebt und dabei die Jahrhunderte fast unbeschadet überstanden. Lediglich das Panel der "Gerechten Richter" wurde im Jahr 1934 bei einem spektakulären Kunstraub gestohlen und bleibt bis heute unauffindbar...
Das Polyptychon hängt heute in der Villakapelle in der Genter Sint-Baafs-Kathedrale.
Das Groeninge Museum im Herzen von Brügge zeigt ein Panorama bedeutender altniederländischer Malerei und führt hinein in das goldene Zeitalter der Kunststadt Brügge. Das Tafelbild "Die Madonna mit dem Kanoniker Joris van der Paele" gilt aufgrund des unergründlichen Blicks des Kanonikers nach dem Lamm Gottes Altar als zweitwichtigstes Meisterwerk Jan Van Eycks. Hier befindet sich auch eines der ersten Familienporträts überhaupt: das "Triptychon von Willem Moreel". Es entstammt der Hand des deutschen Meisters Hans Memling, der aber Zeit seines Lebens in Brügge arbeitete. Neben den "Alten Meistern" haben aber auch Kunstwerke neueren Datums vom Barock bis in die Moderne ihren Platz in der beeindruckenden Sammlung von 600 Jahren bildender Kunst in den südlichen Niederlanden.
Mitten im Stadtzentrum von Antwerpen können Sie sich auf die Spuren des berühmtesten Barockmalers von Belgien begeben. Das palastähnliche Wohnhaus des Malerfürsten Peter Paul Rubens wurde zu einem Museum umgestaltet und gewährt Ihnen fast 400 Jahre nach dem Tod des Meisters einmalige Einblicke in sein Leben und Schaffen.
Von außen betrachtet eher schlicht, entfaltet sich im Inneren eine Pracht, die vom schon zu Lebzeiten großen Erfolg des Malers zeugt. Getäfelte Wände, originales Mobiliar, Skulpturen und nicht zu vergessen die zahlreichen Gemälde lassen die Atmosphäre von damals wieder aufleben. Eine besondere Überraschung erwartet Sie am Ende des Rundgangs: Der malerische Renaissancegarten ist eine Oase der Ruhe inmitten der Stadt. Machen Sie es sich auf einer der Bänke gemütlich und genießen Sie den Blick auf die üppigen Formen der italienischen Fassade und das barocke Portal, die nur von dieser Seite des Gebäudes sichtbar sind.

