In der obersten Etage des Restaurants Belga Queen befindet sich die Cigar Lounge Bar. Die Einrichtung erinnert an die Kolonialzeit in Belgisch Kongo. Gläserne Panelen bilden eine afrikanische Landschaft. Die subtile Beleuchtung unterstützt die exotische Atmosphäre. Unter dem renovierten Dachgebälk machen Sie es sich in einem der komfortablen Clubsessel bequem, während Sie aus der exklusiven Getränkeauswahl Ihren Lieblingsdrink wählen. Das große Angebot an Zigarren ist für manchen Besucher das Tüpfelchen auf dem i. Donnerstag-, Freitag- und Samstagabend sorgen DJs für die passende Musik.
Mit über 400 Jeneverschnäpsen ist das Café De Vagant im Schatten der Kathedrale eine regelrechte Institution in Sachen Jenever. Unter dem hölzernen Schnitzwerk der urigen Gaststube können Sie bei den Klängen von Bach fast alle in Belgien destillierten Jenever probieren. Die bekanntesten sind die scharfen Jenever aus Antwerpen, die gut alternden aus Flandern und die komplexen aus Hasselt. Diese typisch belgischen Schnäpse mit einem Alkoholgehalt von 30 % bis 54 % werden bei Zimmertemperatur getrunken, als Aperitif oder nach der Mahlzeit. Jenever sind auch die Basis für Soßen in Flanderns Küche und passen zudem gut zu den traditionellen Gerichten, die im ersten Stock serviert werden.
Alte Bilder und Sprüche an den Wänden erinnern an die goldene Zeit als Magritte und andere Brüsseler Surrealisten hier ihre neuen Streiche ausheckten. Das "Goudbloemeke van papier", zu deutsch "Goldblümchen aus Papier", war das Hauptquartier der Surrealisten und gleichzeitig die Galerie eines Brüsseler Originals: Geert van Bruaene. Der Filou verkaufte hier neben Bier und Wein auch Arbeiten von Otto Dix, Paul Klee, Max Ernst. Nicht alle waren ganz echt. Manche Bilder kaufte der Anarchist auf Flohmärkten und signierte sie dann selbst mit den Namen seiner teils illustren Gäste. Noch heute finden in der Kunst- und Literaturkneipe Lesungen und Cabaret statt. Besuchen Sie das Café dienstags bis samstags von 11 bis 24 Uhr und sonntags bis 19 Uhr.
In der legendären Bar "Le Greenwich" kann man noch immer wie damals der Surrealist Rene Magritte und der Dadaist Marcel Duchamp Schach spielen. Nachmittags ist fast jeder Tisch von Anhängern des persischen Brettspiels besetzt. Haus und Einrichtung der altmodischen Bierkneipe sind seit der Erbauung 1914 fast unverändert geblieben, was den etwas morbiden Charme ausmacht: hohe Räume mit stuckverzierten Decken in vergilbtem Ocker und "historische" Toiletten im Keller.
Das tapfere Brügger Bärchen hat sich einen Namen gemacht, weil hier vor allem handwerklich gebraute belgische Biere ausgeschenkt werden. Das gemütliche Lokal mit alten nostalgischen Bierwerbeschildern aus Emaille an den Wänden ist insbesondere für Bierkenner und Entdecker ein heißer Tipp. Nach Pilsbieren wird man auf der Bierkarte, die man bei über 300 Bieren eher Bierbuch nennen müsste, vergeblich suchen. Natürlich wird jedes Bier in seinem speziellen Glas bei der jeweils richtigen Temperatur serviert. Fünf Biere gibt es frisch gezapft vom Fass, das Angebot richtet sich nach den Jahreszeiten. Dazu passen gibt es einen Probierteller mit fünf leckeren belgischen Käseorten.
Einmalig ist in Belgien diese Taverne, die durch eine Pipeline
direkt mit dem Zapfhahn der Hausbrauerei Domus verbunden ist. Frischer geht es wohl kaum! Originelle Biere wie das Nostra Domus, ein bernsteinfarbenes Bier, und das Con Domus, ein ungefiltertes Pils, können Sie das ganze Jahr hindurch probieren. In der Winterzeit braut Domus Nen Engel, ein dunkles Weihnachtsbier mit reichem Aroma und einem süßbitteren Geschmack. Daneben braut Domus eine ganze Reihe von Saisonbieren. Wer alle Bierspezialitäten probieren möchte, ohne unter den Tisch zu sinken, dem sei das Bier-Probier-Brettchen mit der ganzen Palette hauseigener Biere im "Miniformat" empfohlen.
Bei einem Gläschen Wein und Tapas oder auch einem Kaffee das Meer und die Kunst genießen, das ist das neue Konzept des Künstlers Frans Malschaert. Der belgische Porträt-Künstler hat direkt auf dem Seedeich, an der Grenzlinie der Elemente Wasser und Erde, ein Café mit dazugehöriger Kunstgalerie und Seeblick eröffnet. Klare Linien, weiße Flächen und weite Fenster kennzeichnen die Architektur der innovativen Mischung aus Gastronomie und Kunst. Regelmäßig organisiert der Theatermacher und Künstler Frans Malschaert Happenings und Ausstellungen in verschiedenen Kunstsparten. Wer möchte, kann sich auch vor Ort vom Künstler portraitieren lassen!

